Daran sollten Sie nicht nur im Wettkampf vorbeilaufen ...
Das historische Rathaus am Marktplatz
Wie viele andere Gebäude in der Stadt wurde das Rathaus in Staffelstein beim großen Stadtbrand 1684 ein Opfer der Flammen. Die Erdgeschossmauern stammen teilweise noch aus dem Spätmittelalter, doch Hans Jacob Pless hatte nach dem Brand große Pläne mit dem neuen Staffelsteiner Rathaus. Er hatte sich vorher als Baumeister des Zisterzienserklosters Langheim bei Lichtenfels einen Namen gemacht und plante auf ein steinernes Erdgeschoss zwei fulminante Fachwerkgeschosse, die bis heute das Stadtbild prägen.
Pless starb drei Monate nach der Grundsteinlegung, der Zimmermann Adam Cuntzelmann aus Kaider im Lautergrund übernahm die Baustelle und errichtete 1686 und 1687 die Obergeschosse in kunstvollem Fachwerk.
Im Erdgeschoss waren früher Stadtwaage, Brot- und Fleischbänke, sowie ein Kramladen untergebracht, im ersten Obergeschoss gab es die Ratsstube und den Tanzsaal, die Tuchmacher und Leinenweber hatten im zweiten Obergeschoss ihre Stände.
Heute ist nach „Gastspielen" von Heimatmuseum, Gericht und vielen anderen Behörden immer noch die Stadtverwaltung in den historischen Räumen untergebracht. Wenn die Stadträte einmal im Monat zu ihrer Sitzung zusammenkommen, blickt Adam Riese vom Wandgemälde auf die gleiche Szenerie, wie sie seit Jahrhunderten herrscht. Pläne, die Stadtverwaltung auszulagern, um den historischen Bau zu schonen und touristisch zu nutzen, scheitern derzeit am knappen Budget der Stadt.
Ein Blick von außen: Das Stuckrelief von 1685 über der Eingangstür zeigt die kaiserlichen Insignien, darüber eine Krone. Die Wandmalerei am ersten Obergeschoss erinnert mit dem Stadtwappen und einer Inschrift an die Marktrechtsverleihung von 1130. Im zweiten Obergeschoss findet sich eine Sonnenuhr. Um weitere Details zu entdecken, sollten Sie ruhig eine Runde um das Rathaus drehen!
Kloster Banz - die Klosterkirche
Wuchtig, überwältigend so der erste Eindruck. Wer sich mit dem Auto oder gar zu Fuß dem Banzer Kloster nähert, ist beeindruckt. Hinter der Pracht des Klosters bleibt auch die Klosterkirche nicht zurück. Über eine imposante Freitreppe gelangen Sie in das Innere der Kirche Sie erwartet eine der interessantesten Kirchen des deutschen Barock. Grundriss und Gewölbekonstruktion sind einzigartig in Europa. Beachtenswert sind vor allem die Deckenfresken im Chor, die sechs Altäre und die Kanzel. Der am Choreingang stehende Altar erlaubt den Blick in den Chorraum und lässt in der Mitte den Blick auf das Gemälde des dahinter liegenden Hochalters zu.
Das außerhalb von Führungen nicht zugängliche Chorgestühl zeigt Bilder aus dem Leben des heiligen Benedikt, und ein ganz besonderes barockes Schmuckstück ist die Hauptorgel. Das Original stammte vom Würzburger Hoforgelbauer Joh. Phil. Seuffert, es wurde 1735 bis 1737 für die Abteikirche erbaut. Die Orgel wurde allerdings zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts ausgebaut und ersetzt. 1986 kehrte schließlich wieder eine Seuffert-Orgel nach Banz zurück, sie erlaubt Orgelkonzerte im Original-Musikklang des Barock. Das Orgelprospekt, die Frontansicht der Orgel, blieb übrigens während der gesamten Jahre unverändert und wurde 1987 umfangreich restauriert.
Zur Klosterkirche gehört auch die Krypta, die im vorderen Teil als Grabliege der Mönche diente. In den 80er Jahren wurde sie zur beheizbaren Winterkirche der Pfarrgemeinde umgestaltet.
Der Staffelberg - der Berg der Franken
Die Aussicht hervorragend und weit in die Lande. Der Weg: wunderschön. Die Rast: herrlich. Der Staffelberg ist das attraktivste Wanderziel im Bad Staffelsteiner Land. Lassen Sie sich von der Faszination des mythischen Bergs verzaubern.
Die prächtige Basilika der 14 Heiligen
Sieben Kilometer entfernt von Bad Staffelstein erwartet Sie ein architektonisches Meisterwerk: Die Basilika Vierzehnheiligen.
Drei Ritter, drei Bischöfe, drei Jungfrauen, drei Jünglinge, ein Abt und Christophorus mit dem Jesuskind zusammen sind sie die 14 heiligen Nothelfer. Auf dem Boden des ehemaligen Gutes Frankenthal, wo sie im Jahre 1446 der Legende nach dem Hirtenjungen Hermann Leicht erschienen sein sollen, ist ihnen bald darauf eine Kapelle geweiht worden. Heute steht dort in barocker Pracht die wohl berühmteste Wallfahrtskirche in ganz Franken: Vierzehnheiligen.
Der Überlieferung nach taten die 14 rot und weiß gewandeten Kindlein, die dem arglosen Schafhirten zusammen mit dem nackten Christuskind erschienen waren, unmissverständlich ihr Anliegen kund: „Wir sein die viertzehn nothelffer / und woellen ein Cappeln haben." Die Zisterziensermönche aus dem nahen Klosterlangheim Frankenthal war Klostergut standen der Vision der Hirten und der sich entwickelnden Wallfahrt positiv gegenüber und schon 1448 konnte der Bamberger Bischof Anton von Rotenhan am Erscheinungsort die erste Kapelle weihen. Kurze Zeit später wurden 1466 eine Nothelferbruderschaft und eine Probstei gegründet.
Aus „DER KURSTADFÜHRER" Bad Staffelstein von Thilo Kreier Näheres unter www.kurstadtfuehrer.de